Heute bauen wir zusammen ein moody Food-Bild; Eine leckere, heiss dampfende und süsslich duftende Tomatensuppe mit frischen Zutaten vom Markt, schönem Licht und einer knackigen Bildbearbeitung. Und das Ganze nur mit einem einzigen Blitzlicht/Softbox.  

Text & Bild: Markus Mallaun


 

Weil die Tage langsam früher dunkler werden, die Temperaturen gemächlich sinken und es draussen heute so richtig schön regnerisch nass ist, habe ich mich heute im Studio verschanzt, um mein neues Kupferpfännchen auszuprobieren, welches ich letzte Woche auf dem Flohmarkt ergattert habe.

Und damit ihr das zu Hause einfach nachbauen könnt, erkläre ich euch Schritt für Schritt, wie das genau funktioniert.

Tomato soup with tomatoes garlic onions and chili - dark food photography
TOMATO SOUP nach der Bildbearbeitung

 

DIE VORBEREITUNG

Am Anfang steht die Idee. Und die dreht sich um eine Kupferpfanne, die ich letzte Woche auf dem Flohmarkt gefunden habe. Was kocht man in einer Kupferpfanne? Saucen und Suppen. Also Suppe.

Dann die Wahl der richtigen Accessoires und Zutaten. Die Suppen-Zutaten habe ich mir auf dem Markt besorgt und die Accessoires habe ich aus meinem Fundus zusammengestellt.

Als Suppe musste eine simple Tomaten-Sauce aus der Flasche herhalten – aufgepimpt mit einem Liter Wasser, damit die Oberfläche einen schönen Glanz bekommt.

Zutaten Tomaten-Suppe
Accessoires und Props

UNTER- UND HINTERGRUND

Als Untergrund habe ich mich für einen selbst gebauten Foodie entschieden – eine mit Spachtelmasse beschichtete Holzplatte, welche ich mit zwei Schichten matt-schwarz Acrylfarbe gestrichen habe.

Für den Hintergrund habe ich einen der edlen Canvas-Leinwände von KABOO Backdrops entschieden.

Erste, grobe Anordnung auf selbst gebasteltem Foodie
KABOO Backdrop als Hintergrund mit Studiohund Michu

DAS LICHT SET-UP

Ich habe mich für ein super einfaches Licht Set-up entschieden. Eine einzige Lampe, bzw. ein Blitz mit Softbox, diagonal von hinten rechts.

Um das Licht zu lenken und zu blocken, habe ich mit Flags, bzw. matt-schwarz gestrichenen Styropor-Platten gearbeitet. Da ich die Softbox ohne Grid verwendet habe (ich wollte eine grosse, weiche, gleichmässige Lichtquelle) und das Licht grossflächig alle Elemente ausleuchten sollte, habe ich die Flags eingesetzt, um

DAS COMPOSING

Wenn das Licht mal steht ist der Rest Fleissarbeit. Die Anordnung der Props und Zutaten ist dann eine step-by-step-Annäherung ans finale Bild. Chili rein, Chili raus, Tomaten drehen, wenden, neu anordnen. Es gibt dabei kein Richtig oder Falsch. Ich habe mich einfach schrittweise dem perfekten, unperfekten Zustand genähert (es soll nicht zu perfekt aussehen).

DIE BILDBEARBEITUNG

Die Bildbearbeitung macht aus dem Rohzustand das perfekte Bild. Nebst kleinen Retouchen habe ich mich vorallem auf ein homogenes Farbklima konzentriert. Mir war wichtig, dass die warmen Rot- und Brauntönen einen schönen Kontrast mit dem knackigen Grün und dem kühlen Untergrund bilden.

Mit Dodge-/Burn habe ich die einzelnen Stellen noch knackiger gemacht, indem ich helle Stellen verstärkt habe, um einen noch frischeren Look zu erzeugen.

Zum Schluss noch etwas Photoshop-Zauber und etwas Dampf eingefügt, damit die Suppe auch richtig schön heiss wird.

Tomato soup with tomatoes garlic onions and chili - dark food photography
TOMATO SOUP vor der Bildbearbeitung
Tomato soup with tomatoes garlic onions and chili - dark food photography
TOMATO SOUP nach der Bildbearbeitung

 

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